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Bildschirmarbeit: Was hilft den Augen?

Wer täglich mehrere Stunden auf den Bildschirm starrt, belastet seine Augen. Gönnen Sie Ihren Augen Entspannung und richten Sie Ihren Arbeitsplatz bewusst ein. 

Konzentriertes Lesen, Schreiben oder Zeichnen am Bildschirm meist in einer starren Körperhaltung beansprucht die Augen stark. Genauso belastend ist der häufige Blickwechsel zwischen Bildschirm, Manuskript und Tastatur. Wir müssen uns ständig auf unterschiedliche Helligkeiten und Kontraste einstellen sowie den Blick immer wieder scharf stellen. Und das bis zu 30.000-mal pro Tag.

Auf Lichtquellen achten

Das Tageslicht ist um ein Vielfaches heller als der Bildschirm. Das gilt auch für künstliche Lichtquellen. Sie können unsere Augen bei ungünstiger Position blenden. Blendungen weichen wir meistens unbewusst aus, was zu einer unnatürlich verspannten Körperhaltung führen kann. Weder Lampen noch Fenster sollten sich auf Ihrem Bildschirm spiegeln. Drehen Sie, wenn nötig, den Bildschirm leicht. Künstliches Licht sollte an Ihrem Arbeitsplatz stets seitlich einfallen. Positionieren Sie dafür Ihren Arbeitsplatz zwischen den Deckenleuchten. Sie sollten keinesfalls direkt in eine Lichtquelle blicken und das Licht sollte flimmer- und flackerfrei sein. Besonders empfehlenswert sind blendfreie Leuchtsysteme, die das Licht an die Decke oder die Wände strahlen, wo es reflektiert wird. 

Position des Bildschirms

 

Bild zu Augenabstand zum Bildschirm

 

Stellen Sie den Bildschirm direkt auf den Tisch frontal zum Gesichtsfeld und parallel zur Fensterfront auf. Der Abstand zwischen Augen und Bildschirm sollte je nach Bildschirmgröße variieren. Wenn dies an Ihrem aktuellen Arbeitsplatz nicht der Fall ist, weisen Sie Ihren Arbeitgeber darauf hin. Vielleicht gibt es ganz einfache Möglichkeiten, Ihren Arbeitsplatz zu optimieren.

  • 15 Zoll: circa 60 Zentimeter
  • 17 Zoll: circa 70 Zentimeter
  • 21 Zoll: circa 80 Zentimeter

Die Höhe des Bildschirms sollte so sein, dass die oberste Zeichenzeile deutlich unter Augenhöhe liegt. Kippen Sie zudem den Bildschirm ein wenig nach hinten – so weit wie eine gute Bilddarstellung bzw. Lampenreflektionen das zulassen. Wichtig: Die Zeichen – dunkle Schrift auf hellem Monitor – sollten gut lesbar sein. 

Aufstellung von zwei Bildschirmen

Wenn Sie an einem Arbeitsplatz mit zwei Bildschirmen arbeiten und Sie beide gleich häufig benutzen, gilt folgende Regel. Die Bildschirme sollten vor Ihnen mittig und direkt nebeneinander stehen. Der Hauptbildschirm auf der Seite Ihres Führungsauges. Welches Ihr Führungsauge ist, finden Sie heraus, wenn Sie sich bewusst machen, mit welchem Auge Sie intuitiv durch ein Fernrohr, Schüsselloch oder eine Fotokamera schauen. Wenn Sie einen der Bildschirme sehr viel häufiger nutzen als den anderen, dann sollte der in der Mitte stehen. Der andere Bildschirm steht auf der Seite des Führungsauges. 

Immer mal wieder blinzeln

Wenn wir am PC arbeiten, blinzeln wir viel seltener als sonst im Alltag. Dadurch fehlt die regelmäßige Benetzung der Augen mit dem gesunden Tränenfilm, der die Augenoberfläche befeuchtet sowie die Augen mit Nährstoffen, Antikörpern und Enzymen versorgt. 

Tipp: Immer mal wieder gähnen, bewusst blinzeln und ausreichend trinken. Besonders wichtig ist das für Träger von Kontaktlinsen. 

Hals und Nacken lockern

Vermeiden Sie Verspannungen des Rückens, besonders von Hals und Nacken, damit die Durchblutung im Kopf intakt bleibt. Achten Sie auf eine aufrechte Kopfhaltung - nur die Augen schauen nach unten. Lassen Sie Ihre Schultern und Oberarme möglichst entspannt hängen. Unterarme und Handrücken halten Sie waagrecht. Zur Bedienung der Tastatur fallen die Finger leicht nach unten. Handinnenfläche und Finger bilden den Buchstaben „C“.

Eine Handauflage vor der Tastatur und der Maus entlastet die Unterarme. Sowohl Ober- und Unterarme als auch Ober- und Unterschenkel bilden ungefähr einen rechten Winkel. Wenn die Tische nicht höhenverstellbar sind, sollten kleinere Menschen eine Fußbank benutzen, damit die Füße einen guten Bodenkontakt haben. Das beugt Rückenproblemen vor. Sitzen Sie dynamisch, das heißt, verändern Sie regelmäßig Ihre Sitzposition, damit Ihr Körper in Bewegung ist. Durchhängen und Lümmeln sind durchaus erlaubt. 

Erste Hilfe bei Augenschmerzen

Bei Schmerzen, Brennen oder Jucken können Sie die Augen entspannen, indem Sie abdunkeln, gähnen oder in die Ferne schauen. Die Kühlung der Augen bei geschlossenen Lidern mit Wasser kann ebenso helfen. Auch das Abklopfen mit den Fingern um die Augen herum ist eine lindernde Sofortmaßnahme. Wenn Sie das Gefühl haben, ein Fremdkörper ist in Ihr Auge gelangt, dann sollten Sie gähnen, damit der reinigende Tränenfluss angeregt wird. Reiben Sie anschließend das Auge, jedoch nur in Richtung Nase. 

Auch künstliche Tränen oder Lipidsprays für die Augen, die Sie in der Apotheke kaufen können, helfen oft. Haben Sie ungewöhnliche oder starke Beschwerden, dann gehen Sie sofort zum Facharzt. Im Ernstfall zählt jede Minute, damit Sie Ihr Augenlicht vollständig erhalten. 

Bildschirmarbeit mit Gleitsichtbrillen

Bis zu 30 Prozent der Bildschirmarbeiter benötigen nach Angaben des Kuratoriums „Gutes Sehen“ eine Brille oder tragen eine falsche. So ist eine Gleitsichtbrille, die für den Alltag ausgelegt wurde, für die Bildschirmarbeit oft ungeeignet. Denn dort ist der für die Bildschirmarbeit geeignete mittlere Entfernungsbereich sehr schmal. Viele Menschen legen daher den Kopf in den Nacken, um mit dem unteren Teil der Brille (Nahentfernungsbereich) den Bildschirm zu nutzen.

Wer am Bildschirm mit der eigenen Brille nicht zurechtkommt, sollte sich eine Arbeitsplatzbrille besorgen. Gleitsichtbrillen für den Arbeitsbereich heißen auch Raumkomfortbrillen. Sie haben im Bereich des Bildschirmes ein deutlich breiteres Blickfeld  allerdings fehlt im Gegensatz zu den normalen Gleitsichtgläsern der Fernbereich. Bei Raumkomfortbrillen sollten die Entfernung und Höhe des Bildschirms so eingestellt sein, dass der Kopf beim Blick auf den Bildschirm gerade bleiben kann. 


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