Liste: Was ist alles eine Hülsenfrucht?
Ob Linsen, Soja oder Bohnen: Hülsenfrüchte stecken voller Nährstoffe und sind äußerst vielseitig in der Zubereitung. Einen guten Überblick liefert unsere Liste.

Rote Linsen

Rote Linsen sind perfekt, wenn es schnell gehen muss. Sie brauchen keine Einweichzeit und sind schon nach 15 bis 20 Minuten gar. Rote sind wie gelbe Linsen bereits geschält und zerfallen leicht. Daher eignen sie sich gut für Suppen, Pürees und Aufstriche.

Dabei sind rote Linsen eigentlich gar nicht rot – nur innen. Die Schale ist braun. Beim Kochen verändern sie ihre Farbe sogar in Gelb. Sie schmecken süßlich und stammen aus der Türkei sowie aus Indien. Dort verzehrt man die rote und gelbe Variante gerne als Currys und Dals.

nicht nötig 10 bis 15 Minuten Suppe, Salat, Curry, Gemüse, Aufstrich

Tellerlinsen

Wer Lust auf einen deftigen Eintopf hat, nimmt die flachen Tellerlinsen. Sie haben eine dicke Schale, die beim Kochen aufplatzt. Daher werden Tellerlinsen sämig und weich, was sie zur idealen Zutat für rustikale Suppen und Eintöpfe macht.

Die vergleichsweise flachen Linsen gibt es in brauner, gelber oder grüner Farbe. Tellerlinsen können über Nacht einweichen, dann sind sie nach einer halben Stunde gar. Ohne Einweichen sollten die ballaststoffreichen Sattmacher etwa eine Stunde köcheln.

nicht nötig 45 bis 60 Minuten Suppe, Eintopf

Belugalinsen

Die sehr kleinen tiefschwarzen Linsen sehen wie zu groß geratener Kaviar aus. Daher nennt man sie auch „Kaviarlinsen“. Sie gelten als besondere Linsensorte, denn sie haben einen kräftigen, maronenartigen Geschmack.

Beim Garen verlieren die Belugalinsen etwas Farbe und werden dunkelbraun. Ihre Form und Festigkeit behalten sie bei und sind daher ideal für Salate. Kaviarlinsen harmonieren wunderbar mit Granatapfelkernen – etwas Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Olivenöl dazu – fertig!

nicht nötig 30 Minuten Salat, Gemüse

Alblinsen

Alb-Leisa mit Spätzla – ein typisches Gericht aus dem Ländle und sehr gesund. Denn Linsen und Nudeln passen nicht nur geschmacklich gut zusammen, sondern liefern besonders in Kombination hochwertiges Eiweiß. Mit ihrem würzigen Aroma eignen sich Alblinsen auch für Suppen, Salate oder als Bratling.

Die Alblinse in Vergessenheit geraten, wird aber seit den Achtzigerjahren wieder auf der Schwäbischen Alb angebaut. Eine Erzeugergemeinschaft kümmert sich um den Erhalt der alten Linsensorte: www.alb-leisa.de.

nicht nötig 30 Minuten Gemüse, Suppe, Salat

Palerbsen

Die klassische Erbensuppe ist ein hervorragendes Winteressen. Sie wärmt von innen und macht lange satt. Hauptzutat sind getrocknete grüne, weiße oder gelbliche Palerbsen. Je größer sie sind, desto mehr Stärke ist drin und desto cremiger kochen sie. Ideal für Suppen und Eintöpfe.

Palerbsen über Nacht einweichen und etwa anderthalb Stunden köcheln. Das Einweichwasser besser nicht zum Kochen verwenden. Darin sind die schwer verdaulichen Inhaltsstoffe der Hülsenfrüchte enthalten. Geschälte Palerbsen benötigen kein Einweichen und sind schon nach 45 Minuten gar.

ungeschält 12 Stunden
ungeschält 90, geschält 45 Minuten
Suppe, Eintopf

Kichererbsen

Um den Namen Kichererbsen ranken sich so einige Legenden. Dabei stammt das Wort „Kicher“ aus dem Lateinischen „cicer“, was Erbse bedeutet. Zu den nussig schmeckenden Hülsenfrüchten passen kräftige, orientalische Gewürze wie Kreuzkümmel, Koriander und Knoblauch.

Die bräunlich kugeligen Hülsenfrüchte lassen sich zu Bratlingen, Aufstrichen, Dips und Salaten verarbeiten. Zuvor müssen sie einweichen und kochen. Sie sind aber auch gegart erhältlich. Besonders beliebt: Falafel-Bällchen und Hummus.

12 Stunden 90 Minuten Salat, Aufstrich, Curry, Falafel

Kidneybohnen

Vom texanisch-mexikanischen Gericht „Chili con Carne“ kennt sie fast jeder. Die großen dunkelroten Bohnen. Ob karibisch inspirierte Reisgerichte, gehaltvolle Salate, würzige Füllungen oder kräftige Suppen: Die Kidneybohnen lassen sich vielseitig zubereiten.

Da sie einen leicht süßlichen Geschmack haben, sind sie auch bei Kindern beliebt. Ihren Namen verdankt die Kidneybohne übrigens ihrer typischen Form: „Kidney“ ist das englische Wort für „Niere“.

12 Stunden 60 bis 90 Minuten Suppe, Eintopf, Salat, Gemüse

Dicke Bohnen

Dicke Bohnen schmecken am besten frisch geerntet. Allerdings haben sie nur kurz von Juni bis August Saison. Dann ist die Schale noch zart und die Bohnenkerne blassgrün. Die flachen, unregelmäßigen Kerne müssen geschält werden, denn sie stecken in einer faserigen Hülle, die nicht essbar ist.

Wer die süßlich schmeckenden Bohnen außerhalb der Saison genießen möchte, nimmt die getrocknete und geschälte Variante, die sich gut für Suppen und Nudelgerichte eignet. Als Salat und Beilage zu Fleisch schmecken frische Bohnen besser.

12 Stunden 60 bis 90 Minuten Suppe, Eintopf, Gemüse

Weiße Bohnen

Ob in der italienischen Minestrone, im französischen Cassoulet-Eintopf oder mariniert als Antipasti: Weiße Bohnen gehören ganz einfach in die mediterrane Küche. Engländer essen sie zum Frühstück in Tomatensoße als „Baked Beans“.

Die mild-süßlichen Bohnen brauchen Würzpartner mit intensiven Aromen wie Knoblauch, Sellerie, pikanten Käse oder Minze. Wer Zeit sparen möchte, greift zu vorgegarten Bohnen. Das volle Aroma liefern sie aber nur frisch zubereitet.

12 Stunden 60 bis 90 Minuten Suppe, Eintopf, Salat, Gemüse, Aufstrich

Sojabohnen

Ob Sojadrink, Tofu, Nudeln oder Fleischersatz. Sojabohnen gehören zu den Alleskönnern unter den Hülsenfrüchten. Sie schmecken sogar gekocht als Gemüse – einfach pur.

Die eiweißreiche Powerbohne lässt sich ähnlich zubereiten wie andere getrocknete Bohnen: über Nacht einweichen, abspülen und in einen großen Topf mit der vierfachen Menge Wasser geben. Zwei- bis dreimal unter Rühren aufkochen, dann bei kleiner Hitze zugedeckt weiterköcheln, bis die Bohnen weich sind. Schmeckt gut als Beilage zu Fleisch und Fisch oder in Suppen und Salaten.

12 Stunden 60 Minuten Salat, Suppe, Gemüse

Lupinen

Lupinensamen lassen sich ähnlich wie Sojabohnen zu einer festen Masse verarbeiten. Sie heißt dann nicht Tofu, sondern Lopino. Die Zubereitungsarten sind genauso vielseitig: marinieren, braten, überbacken oder grillen. Bioläden und Reformhäuser verkaufen Lupinen meist nur als verarbeitetes Lebensmittel, selten als Kerne.

So gibt es die Samen als Mehl und Ei-Ersatz oder zum Backen. Schrot für Grießbrei, Nudelsoßen und Aufläufe oder fertige Produkte wie veganes Lupineneis. Tässchen Kaffee gefällig? Fein vermahlen und geröstet sind Lupinen eine bekömmliche, koffeinfreie Alternative zum Bohnenkaffee.

 

 

 

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