Bild Thema Erkenntnisse rund ums Lachen

Geheimnisträger Lachen

Lachen ist so unkompliziert. Und trotzdem verbergen sich hinter dieser mitreißenden Geste so viele Geheimnisse. Wir haben ein paar davon gelüftet. 

Zurück zur vorangegangenen Seite 1 I 2 I 3 I 4 I 5 I 6 I 7 I 8 I 9  I 10 Weiter zur folgenden Seite

Lachen als sozialer Kitt

Ziffer 9

Die wenigsten Menschen lachen, wenn sie alleine sind. Gelacht wird lieber zu zweit oder in der Gruppe. Und das aus vielen verschiedenen Gründen: Um Sympathie oder Verbundenheit auszudrücken, eine Erwartungshaltung zu befriedigen oder eine Beziehung zu stärken. 80 Prozent unserer Lacher haben aber nichts mit Humor oder Witzen zu tun. Lachen erfolgt in der Unterhaltung eher nach gewöhnlichen Aussagen.

Das fand die Wissenschaftlerin Julia Vettin in ihrer Dissertation über das Lachen heraus. Zehn Minuten eines gewöhnlichen Gesprächs enthalten im Durchschnitt sechs kurze Lacher, die aus ein bis drei Lachsilben bestehen. Diese Lacher erfolgen häufig nach banalen, humorfreien Sätzen und wirken auf Ausstehende wenig belustigend. Im Gespräch allerdings wird das Lachen eingesetzt, um den Gesprächsablauf zu regulieren, Gesagtes zu bewerten, Aussage abzumildern oder Einvernehmen zu zeigen. Lachen wirkt also wie ein Schmiermittel, das Gespräche in Gang hält.

Lachen zeigt auch schon in der frühen Kindheit seine verbindende Wirkung. Sechs bis acht Wochen nach dem errechneten Geburtstermin entwickeln Säuglinge die Fähigkeit zu lachen. Dieses Lachen wird als soziales Lächeln bezeichnet und ermöglicht Babys nonverbal mit anderen Menschen zu interagieren und aktiv Beziehung und Bindung aufzubauen.

Zurück zur vorangegangenen Seite 1 I 2 I 3 I 4 I 5 I 6 I 7 I 8 I 9  I 10 Weiter zur folgenden Seite
     

Thema im Überblick:

Seitenspalte

     
     
 
close
close
close
close
Ihre Lesezeichen