Bild zu Filder Spitzkraut
Zurück zur vorangegangenen Seite 1  I 2 I 3 I 4 I 5 I 6 I 7 I 8 I 9 I 10 Weiter zur folgenden Seite

Filder Spitzkraut

Gemüse wie zu Omas Zeiten

Ob Portulak, Filderkraut oder Rote Bete: Vergessene Gemüsesorten erleben gerade eine Renaissance. Ausprobieren lohnt sich! Wir stellen Ihnen einige vor.

     
 


Filder Spitzkraut

Aussehen

Selten gewordene Sorte des Weißkohls mit charakteristischer Spitze. Zartere Blätter und feinere Blattrippen als beim Kopfkohl.

Sorte

Spezialität mit jahrhundertealter Tradition, seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Aufwändige Ernte und Verarbeitung: Wegen seiner spitzen Form als Industrieware ungeeignet: Die Ernte erfolgt in Handarbeit. Zum Ausbohren des langen und kräftigen Strunks wird eine Spezial-Maschine benötigt.

Geschmack

Sehr feiner Kohlgeschmack, deutlich milder als runder Weißkohl.

Zubereitung

Traditionell als Sauerkraut-Spezialität „Filder Spitzbüble“ in den Sauerkonservenfabriken der Filderregion. Spitzkohl lässt sich aber auch in feine Streifen geschnitten als Rohkost servieren, kurz gegart mit deftigen Zutaten wie Speck genießen, zu Nudeln kombinieren, in Suppen und Eintöpfe geben oder als Auflauf zubereiten. Für alle Varianten gilt: Vor der Verarbeitung zunächst die äußeren Blätter entfernen. Dann den Kohl der Länge nach vierteln, den Strunk entfernen und in feine Streifen schneiden. Etwas Kümmel verbessert die Verdaulichkeit.

Nährstoffe

Reich an Vitamin C und Vitamin K, außerdem größere Mengen an Kalzium sowie Kalium, Magnesium und Natrium, hoher Ballaststoffgehalt.

Anbau im Garten

Das Saatgut für Spitzkraut verbleibt traditionell in der Filderebene, wo die Betriebe jeweils ihre „Haussorte“ züchten. Es werden keine Samen und Setzlinge über die Region hinaus vertrieben.

Bild: Fotolia - hjschneider

Zurück zur vorangegangenen Seite 1  I 2 I 3 I 4 I 5 I 6 I 7 I 8 I 9 I 10 Weiter zur folgenden Seite

Seitenspalte

     
     
     
 
close
close
close
close
Ihre Lesezeichen