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Reden statt Schweigen

Eigentlich wollen wir uns ja verstehen

Wie Sie mit Hilfe achtsamer Kommunikation innere Stärke entwickeln und für Harmonie in der Partnerschaft sorgen. 

Bild Ingo Zacharias Ute Niemann

Hinter einem Streit verstecken sich bei Paaren immer grundlegende Bedürfnisse. Deshalb empfehlen die Beziehungstrainer Ute Niemann und Ingo Zacharias: Reden Sie darüber und suchen Sie gemeinsam eine Lösung.

Physische Gewalt ist in der Partnerschaft tabu. Wie steht es mit verbaler Gewalt?

Zacharias: Menschen kommunizieren sehr oft ungeschickt oder unbewusst miteinander. Das ist sicherlich eine gewisse Form von Gewalt. Auch wenn wir andere Begriffe dafür verwenden wie “Missachtung“ oder „Ignoranz“.

Niemann: Wir sagen ja auch, dass wir uns von einer Äußerung verletzt fühlen. Also erleben wir solche Worte als etwas, was weh tut.

Sind Paare, die sich häufig streiten, einfach zu unterschiedlich?

Niemann: Ich glaube, der Knackpunkt ist eher die Unfähigkeit, von sich zu sprechen oder zu zeigen, was einen wirklich bewegt. Gute Kommunikation fängt bei einem selbst an – ganz unabhängig von Ähnlichkeiten und Unterschieden.

Zacharias: Wenn Paare denken, es geht einfach nicht mehr, weil sie so verschieden sind, dann steckt dahinter häufig ein gemeinsames Bedürfnis. Zum Beispiel Wertschätzung zu erfahren oder miteinander in Verbindung zu sein. Und darüber sind sich die Partner überhaupt nicht im Klaren. Sie haben den Kontakt zu sich selbst verloren, können nicht erkennen, was sie fühlen und welche Bedürfnisse dahinter stehen.

Sind das überhaupt Bedürfnisse, die sich erfüllen lassen?

Zacharias: Partner sind natürlich nicht dazu da, sich gegenseitig alle möglichen Bedürfnisse zu erfüllen. Gleichzeitig hat aber jeder den natürlichen Wunsch, auf die Bedürfnisse des Partners einzugehen.

Niemann: Nehmen wir zum Beispiel das Thema Freiraum. Ich bin überzeugt davon, dass es Wege und Lösungen gibt, wenn ein Partner seinen Wunsch nach mehr Freiraum so transportiert, dass der andere Partner das nachfühlen kann und nicht als gegen sich gerichtet erlebt. Schließlich wollen sich beide miteinander wohlfühlen.

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