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Tipps zum Kräuterpflanzen

Ob auf dem Balkon, der Fensterbank oder im Garten: Einen kleinen Kräutergarten kann sich jeder leisten. So hegen und pflegen Sie Kräuter. 

Kein Garten – keine Kräuter?

Um Kräuter zu pflanzen, brauchen Sie nicht unbedingt einen Garten. Fast alle Sorten lassen sich auch prima auf Balkon und Terrasse oder auf einer sonnigen Fensterbank ziehen. Nur windgeschützt sollte der Platz sein. Ton- oder Terrakottatöpfe eignen sich bestens für die Pflanzung. Mehrjährige Kräuter sollten Sie regelmäßig in größere Behälter umtopfen.  


Welche Erde ist geeignet?

Kräuter mögen einen humushaltigen, lockeren Boden, der Feuchtigkeit gut aufnehmen und speichern kann. Die meisten Kräuter gedeihen gut in einem leicht sauren Boden mit einem pH-Wert von 6 bis 7. Den pH-Wert messen Sie mit einem Schnellfärbetest aus dem Gartenfachhandel, wofür Sie eine Bodenprobe entnehmen. Einige südländische Kräuter wie Thymian fühlen sich in nährstoffarmen Böden am wohlsten. Vermengen Sie hierfür die Erde einfach mit etwas Sand oder feinem Kies. 


Wie häufig gießen?

Sorgen Sie für ausreichende Feuchtigkeit. Im Sommer ist einmal gießen pro Tag Pflicht. Am besten morgens oder am späten Nachmittag, wenn die Sonnenkraft nachlässt. Auf dem Beet sorgt Mulch dafür, dass die Erde nicht austrocknet. In Blumenkästen speichert eine Kies- oder Sandschicht am Topfboden die Feuchtigkeit.

Vermeiden Sie in jedem Fall Staunässe! Dagegen helfen Abflusslöcher in den Kräutertöpfen, damit überschüssiges Gieß- und Regenwasser ablaufen kann.


Brauchen Kräuter Sonne oder Schatten?

Die meisten Kräuter mögen es sowohl warm als auch sonnig. Einige Sorten, wie zum Beispiel Liebstöckel, Kerbel oder Sauerampfer, vertragen aber auch Halbschatten. Bärlauch und Gartenkresse mögen es sogar schattig am liebsten. 


Wann pflanzen oder säen?

Die Kräuter selbst aus Samen zu ziehen, macht mehr Spaß, ist aber auch aufwendiger. Sie müssen in Ruhe einige Wochen keimen und dann in der Regel umgepflanzt werden. Die Alternative sind vorgezogene Pflanzen. Stammen sie aus dem Supermarkt, brauchen sie zu Hause ein größeres Gefäß und die geeignete Erde. So gedeihen die Kräuter besser und halten länger. 


Welche Kräuter passen zusammen?

Die Zusammenstellung der Kräuter hängt natürlich von Ihren persönlichen Vorlieben ab. Die Klassiker in jedem Kräutergarten sind Petersilie, Schnittlauch und Dill. Aber auch die Südländer wie Basilikum, Rosmarin und Thymian stehen hoch im Kurs.

Übrigens sollten Sie bedenken, dass sich nicht alle Kräuter vertragen. Dill, Gartenkresse, Majoran, Petersilie und Kerbel harmonieren gut miteinander, sodass Sie sie nebeneinander in ein großes Pflanzgefäß setzen können. Salbei, Oregano und Bohnenkraut sind ebenfalls ein gutes Team. Lorbeer und Liebstöckel wollen hingegen lieber alleine wachsen. 


Kräuter regelmäßig zurückschneiden?

Schneiden Sie Ihre Kräuter regelmäßig zurück. Für die meisten Sorten sind zwei bis drei Rückschnitte pro Jahr optimal. Das regt den Neuaustrieb an und Ihre Kräuter bleiben kräftig und gesund. 


Wann ist Erntezeit für Kräuter?

Die Erntezeit der einzelnen Kräuter ist unterschiedlich. Allgemein gilt: Keine einzelnen Blättchen abzupfen, sondern immer ganze Stängel abschneiden. Kräuter zum Trocknen oder Einfrieren ernten Sie am besten kurz vor der Blüte. Dann haben sie ihr volles Aroma erreicht. Auf den Päckchen von Samen finden sich dazu eventuell Angaben oder Sie fragen in der Gärtnerei Ihrer Wahl. 



     

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