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Kräuter verarbeiten: fünf Tipps

Sie wollen das ganze Jahr Ihre Gerichte mit Kräutern verfeinern? Unser Rezept: frische Kräuter trocknen, einfrieren, einlegen oder einsalzen. 

Wer das würzige Aroma von Kräutern ganzjährig genießen möchte, sollte Basilikum, Petersilie & Co. professionell verarbeiten und konservieren. Schließlich hat nicht jeder den Wochenmarkt oder Feinkostladen um die Ecke. Und auch im Kräutertopf auf der Fensterbank sieht es manchmal mau aus. Der volle Geschmack steckt übrigens bei den meisten Würzpflanzen kurz vor der Blüte in Blättern und Knospen. 

Frische Kräuter schneiden

Zahl 1

Ob Hobby- oder Profikoch: Mit ein paar Tricks lassen sich die grünen Pflänzchen zum Geschmacksfeuerwerk verarbeiten. Zerquetschen oder zerreiben Sie die Pflanzen nicht. Dabei gehen ihre wertvollen Aromastoffe verloren.

Schneiden Sie die Kräuter mit einem scharfen Messer auf einer Platte aus Glas, Keramik oder hochwertigem Kunststoff. Ein Holzbrett saugt dagegen die Feuchtigkeit auf und damit wichtige Inhaltsstoffe. Manche Kräuter wie die Blätter der Zitronenmelisse vertragen es, im Mörser zerrieben zu werden. Dadurch entfaltet sich ihr intensives Zitrusaroma.

Im Kochtopf machen sich nicht alle Kräuter gleich gut. Zarte Pflänzchen vertragen die Hitze nicht, ihr Aroma geht dadurch verloren. Kräftige Vertreter wie Salbei, Liebstöckel, Rosmarin und Oregano setzen dagegen ihre verführerischen Geschmacksnoten erst frei, wenn sie mitgekocht werden.

Mediterrane Kräuter trocknen

Zahl 2

Lorbeer, Thymian, Salbei, Rosmarin, Oregano eignen sich bestens fürs Trocknen. Größere Blätter wie die des Salbeis oder Lorbeers breiten Sie für ein paar Tage an einem warmen und schattigen Platz auf einem Gitterrost oder auf Leinentüchern aus. Lassen sie sich zwischen den Handflächen zerreiben, sind sie trocken.

Bei Kräutern mit kleinen Blättern wie Rosmarin, Bohnenkraut und Thymian schneiden Sie die ganzen Stiele knapp über dem Boden ab, binden diese zu lockeren Sträußen zusammen und hängen sie über Kopf an einem luftigen, dunklen Ort auf. Die Feuchtigkeit ist raus, sobald die Blätter beim Berühren rascheln und die Stiele sich nicht mehr biegen lassen. Die Blättchen streifen Sie dann einfach ab.

Trockene Kräuter gehören in dunkle Gefäße

In luftdichten Keramikdosen oder getönten Gläsern hält sich das Trockengut in der Regel ein halbes Jahr lang. Helle Glasbehälter sind zwar dekorativ, eignen sich für die Aufbewahrung aber nicht, wenn Sonne daraufscheint. Sie bleicht die Kräuter aus und raubt ihnen das Aroma.

Bei zarten Pflanzen wie Petersilie, Kerbel, Sauerampfer und Dill lohnt sich der Aufwand des Trocknens übrigens nicht. Sie verlieren dabei ihr Aroma.

Praktische Würfel aus dem Gefrierfach

Zahl 3

Dill, Kerbel, Liebstöckel und Zitronenmelisse lassen sich gut im Gefrierfach aufbewahren. Nehmen Sie einen Eiswürfelbehälter, schneiden Sie die Kräuter klein und geben Sie sie in die kleinen Fächer. Mit Wasser auffüllen und ab damit ins Frostfach. Sobald die würzigen Eiswürfel gefroren sind, wandern sie portionsweise in einen Gefrierbeutel und können nach Bedarf entnommen werden. 

Kräuter in Öl einlegen

Zahl 4

Dill, Estragon, Rosmarin, Oregano und Thymian lassen sich in Öl einlegen, um ihre Aromen zu erhalten. Für ein würziges Kräuteröl geben Sie ein paar Stiele und Blätter in einen Behälter und füllen diesen mit einem hochwertigen Öl auf. Beliebt ist Olivenöl, es geht aber auch neutraler mit Sonnenblumen- oder Distelöl. Davor die Kräuter waschen und vollständig abtrocknen lassen.

Das Öl zwei bis drei Wochen an einem dunklen und kühlen Ort stehen lassen, dann über einem Sieb abseihen und nach Belieben in eine dekorative Flasche füllen. Mit dem Würzöl können Sie kochen, braten und leckere Marinaden herstellen. Ähnlich funktioniert es mit Essig: Stecken Sie die Kräuter in eine Flasche mit leicht erwärmtem Sherry- oder Weißweinessig. Mehrere Wochen durchziehen lassen, abseihen und genießen!

Einlegen in Salz

Zahl 5

Weniger bekannt ist das Einsalzen von Kräutern. Dazu brauchen Sie einen Behälter aus Glas oder Keramik. Auch Steingut ist möglich. Legen Sie diesen abwechselnd in feinen Schichten mit den klein gehackten Kräutern Ihrer Wahl und körnigem Meersalz bis zum Rand aus. Kühl gelagert halten sich die Kräuter so bis zu einem Jahr. 

 

     

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