Wohlfühlen: Die Kraft der Kräuterbäder
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Die Kraft der Kräuterbäder

Wanne, Wasser, Badezusatz: fertig ist die Wellnessoase in den eigenen vier Wänden! Wir verraten, wie ein Kräuterbad zur perfekten Erholung wird. 

Gestresst, erschöpft, erkältet? Dann lassen Sie doch schon einmal das Badewasser ein! Mit einem Kräuterbad bringen Sie Körper und Seele wieder ins Gleichgewicht. Ob Teil-, Sitz- und Ganzkörperbäder, Güsse oder Waschungen: Temperatur und Wasserdruck reizen die Reflexzonen der Haut. Die Nervenenden nehmen die ankommenden Reize auf und leiten sie über das vegetative Nervensystem weiter an die Organe im Inneren des Körpers. Warmes Wasser entspannt, erweitert die Blutgefäße und lockert somit die Muskulatur. Auch chemische Einflüsse spielen eine Rolle: Die Haut quillt auf und wird aufnahmefähiger für wasserlösliche Stoffe.

Badeöle selbst mischen

Bäder können Heilungsprozesse beschleunigen und das allgemeine Wohlbefinden verbessern. Wer Anspannung und Stress loswerden möchte, für den ist ein Bad genau das Richtige. Dazu gibt es die unterschiedlichsten Badeessenzen. Wenn Sie Ölbäder mögen, können Sie ätherisches Öl ganz einfach mit Jojoba- oder Mandelöl mischen. Wichtig ist, dass Sie ätherische Öle nie pur ins Badewasser träufeln. Mit einer selbst gemischten Badeessenz verzichten Sie auf viele unnötige Zusatzstoffe, die häufig in Fertigprodukten enthalten sind.

Ätherische Öle richtig dosieren

Wenn Sie ätherische Öle direkt ins Wasser geben, schwimmen Sie an der Wasseroberfläche und verdunsten schnell. Kommen Sie dann direkt mit der Haut in Berührung, können sie Allergien oder Ekzeme auslösen. Daher am besten circa 10 Tropfen ätherisches Öl mit zwei bis fünf Esslöffel mit Öl, Sahne, fetter Milch, Honig oder Meersalz vermischen. Geben Sie die Mischung erst ins Badewasser, wenn die Wanne vollgelaufen ist, damit sich das ätherische Öl nicht so schnell verflüchtigt.

Von der Kamille über den Lavendel bis zum Rosmarin: Ätherische Öle entfalten sich beim Baden vor allem über die Haut und die Nase. Sowohl die Stimmung als auch der Organismus des Menschen reagieren auf diese Impulse positiv. So pflegt ein Bad mit Thymian zum Beispiel die Schleimhäute.

Tipps für ungetrübten Badespaß

  • Im Badezimmer sollte es so warm sein, dass Sie auch unbekleidet nicht frieren.
  • Erwärmen Sie für Sitzbäder das Wasser auf 36 bis 39 Grad und fügen Sie einen Badezusatz Ihrer Wahl hinzu. 36 bis 37 Grad sind entspannend und einfach wohltuend, 38 bis 39 Grad werden als sehr warm, kräftigend und eher anregend empfunden.
  • Versuchen Sie sich beim Baden bewusst zu entspannen und steigen Sie nach fünf bis zehn Minuten wieder aus der Wanne.
  • Bei häufigen Wasseranwendungen leidet der Säureschutzmantel der Haut. Cremen Sie Ihren Körper daher nach einer Ruhepause ein.
  • Verzichten Sie grundsätzlich auf Badezusätze, wenn Sie Ihr Baby baden.

Für wen sind Bäder nicht geeignet?

Länger andauernde Wärmereize können das Gefäßsystem des Körpers stark belasten. Menschen mit schwachem Kreislauf, Bluthochdruck und Herzkrankheiten müssen mit sehr warmen Bädern vorsichtig sein. Für Menschen mit Krampfadern oder Venenleiden sind Bäder gar nicht zu empfehlen. Nicht baden sollten Sie zudem bei größeren Verletzungen oder unklaren Hauterkrankungen, auch nicht bei schweren Infektionen mit Fieber.

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