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Spaß auf dem Bike – 6 Tipps!

Sie haben unser Mountainbike-Tutorial studiert und wollen jetzt loslegen? Wunderbar! Für noch mehr Spaß und Sicherheit auf der Tour haben wir sechs Tipps für Sie. 

An der Sattelposition feilen

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Sie haben Ihr neues Rad mit einem Fachmann zusammen ausgesucht. Rahmengeometrie, Lenkerbreite, Sattel – alles wohlüberlegt und angemessen. Dennoch zwickt es nach längeren Bergtouren. Die Knie melden sich? Taubheitsgefühle im Sitzbereich? Kannten Sie gar nicht vom Alltagsradeln.

Die Ursache ist oftmals einfach: Lange Strecken bergauf belasten mehr und anders. Da kann eine nicht optimale Sattelposition viel ausmachen. Auch wenn Ihr Händler Höhe und Neigung nach bestem Wissen eingestellt hat – jeder Körper ist unterschiedlich. Versuchen Sie es mal mit kleinen Änderungen. Sattel etwas tiefer und dann etwas höher. Ein bisschen mehr nach vorne oder hinten. Oder Sattelnase etwas tiefer bzw. höher. Nicht zu viel auf einmal, aber nach jedem Verstellen aufmerksam „in den Körper hineinhören“, was sich gut anfühlt. 

Bike-Rucksack bewusst packen

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Die ersten kleinen Ausfahrten haben Sie mit Bravour gemeistert. Fortschritte bei Kondition und Technik stellen sich ein. Jetzt soll es zur ersten großen Tagestour gehen. Aber was muss rein in den Bike-Rucksack? Nur wirklich Notwendiges einpacken und ausreichend Getränke (isotonisch), Powerriegel oder andere Kohlenhydrat-Lieferanten wie z. B. Studentenfutter.

Einen Kettennieter? Wenn Sie das noch nie gemacht haben – verschwitzt mit Stress im Gelände lernen Sie es sicher nicht! Sinnvoll: zwei Ersatzschläuche, Flickzeug, Reifenheber, Luftpumpe, kleines Multitool, Stecklampe (Batterien!), Geld und ein kleines Erste-Hilfe-Set. Nützlich sind auch ein paar Kabelbinder und Gaffer-Tape, damit lässt sich (fast) alles auf die Schnelle fixieren. Übrigens: Touren-Profis haben das fix und fertig im Tagesrucksack – und müssen nur noch an ihr Handy denken. 

Bike-Einsteiger überschätzen sich gern

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Wir wollen nicht übertreiben, aber: Wenn Sie mit dem Bike auf Tour gehen, hat das einen Hauch von Abenteuer. Im dümmsten Fall steht man bei hereinbrechender Dämmerung allein im Wald. Deshalb am Anfang eher etwas defensiv planen und gut dosiert die Anforderungen steigern. Die Kondition wächst, genauso wie die Erfahrung.

Ganz wichtig: Gehen Sie nicht an die Reserven! Wer mit letzter Kraft noch einen Berg hinaufhechelt, dem geht die Konzentration für die letzte Abfahrt flöten. Garantiert. Gerade wenn er die schon X-mal runtergeradelt ist. Eine Unvorsichtigkeit – und Sie bohren sich ins Gelände. 

Biker sind Bodenkundler

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Zum Biken gehört der „Erlebnisfaktor Untergrund“ sagt Jochen Lessau, Geschäftsführer des Württembergischen Radsportverbands. Richtig – aber der Boden unter dem Stollenreifen kann es ganz schön in sich haben. Das ist ein bisschen wie Auto und nasse Fahrbahn. Nur viel durchschlagskräftiger.

Auf einer feuchten, vielleicht sogar leicht mit Moos überzogenen Wurzel geht der Reifen wie auf Schmierseife weg. Noch tückischer können kleine Holzbrücken sein. Außerdem geht tiefer Boden brutal an die Kraftreserven. Und umgekehrt: Wenn das Gelände nach langer Trockenheit staubig und lose ist, verliert das Profil auf einmal den gewohnten Grip. Merke: Ein guter Biker ist auch immer ein Untergrund-Spezialist. 

Täglich besser biken

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Wer sich auf den ersten MTB-Touren schon ein paar Sporen verdient hat, merkt schnell: Biken ist kein Hexenwerk. Und wie überall gilt auch hier: Übung macht den Meister. Da liegt es nahe, kleine Lektionen immer weider spielerisch in den Radel-Alltag einzubauen.

Beispiel Präzisionsfahren: Einfach mal auf dem täglichen Weg zur Arbeit an geeigneter Stelle (verkehrssicher!) versuchen, schnurgerade zu fahren. Zum Beispiel auf einer Markierung oder einer ebenerdigen, gepflasterten Grüneinfassung in einem Park. Das schult Steuerkunst und vor allem das Gleichgewicht. 

Berge sind Biker-Spielplätze

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Zum Schluss noch ein Fahrtipp für eine Situation, die einem schnell begegnet, wenn die Tourenplanung mutiger wird. Bergfahrt auf einem steilen Waldweg. Knifflig – und dann, zack, dreht das Hinterrad durch und man muss absteigen. Ärgerlich, aber jetzt bis oben schieben? Muss nicht sein!

Unser Tipp: Bike im 45-Grad-Winkel zur Steigung stellen, zweitkleinsten Gang einlegen, talseitiges Pedal (bei Anfahrt nach links) auf 11-Uhr-Stellung, dann Po gegen Sattelspitze abstützen und Körperspannung aufbauen. Der Rest ist einfach, verrät Henning Zacharias, zertifizierter MTB-Guide und Chef von Sinus Coaching: „Mit Schwung in die Pedale treten und beim Losrollen in einer fließenden Bewegung zugleich hangaufwärts einlenken, Gewicht auf die Sattelnase verschieben – und flüssig weiterkurbeln.“ 


Header- und Teaserbild: Plainpicture © Pontus Charleville 

     

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