Bild: Thema Airboarden

8 Skitouren in der Region

Die acht Skitouren-Empfehlungen vom Bergverlag Rother machen den Einstieg ins erste Schnee-Erlebnis ganz leicht. Einfach in den Schwarzwald oder die Vogesen fahren.

Tour 1: Hinterwaldkopf, 1.198 m, aus dem Weilersbacher Tal

 

Wächter über dem Dreisamtal

Wer von Freiburg im Breisgau über die B31 in Richtung Titisee-Neustadt unterwegs ist, fährt durch das Dreisamtal geradewegs auf die höchsten Schwarzwaldgipfel zu. Über dem dichten Wald hebt sich eine glänzend weiße Kuppe deutlich von ihrer Umgebung ab. Kein Wunder, dass der Hinterwaldkopf als Aussichtsloge par excellence gilt und im Sommer zahlreiche Wanderer anlockt.

Aus dieser Perspektive ist kaum vorstellbar, dass gerade hier eine der lohnendsten Skitouren des Schwarzwaldes entlangführt, die eine – auch für Anfänger bestens geeignete – 700-Hm-Abfahrt bereithält, und das fernab von jeglichem Pistenzirkus!

Schwierigkeit: leicht Höhe: 700 m GPS Datei herunterladen
 Länge: 9,4 km    Dauer: 2,15 h

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Tour 2: Von Bernau auf die Spießhörner, 1.349 m

 

Einsteigerrunde im Schatten des Herzogenhorns

Zwischen den offenen Wiesen des Bernauer Hochtals und dem von eiszeitlichen Gletschern tief eingeschnittenen Menzenschwander Talkessel erhebt sich die kleine Gruppe der Spießhörner. Im Gegensatz zum benachbarten und häufig gut besuchten Herzogenhorn kommen Ruhesuchende hier meist voll auf ihre Kosten.

Wenngleich die kleinen Gipfel bis oben hin bewaldet sind, bieten sich doch immer wieder traumhafte Ausblicke, namentlich von der Wiese unterhalb des Kleinen Spießhorns, von wo aus man bei Inversionswetterlage über dem Schweizer Mittelland zu schweben scheint, oder aber am Pavillon auf dem Spießhorn. Skitourenneulinge freuen sich über die einfache Abfahrt.

Schwierigkeit: leicht
Höhe: 450 m GPS Datei herunterladen
 Länge: 8,4 km    Dauer: 1,45 h

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Tour 3: Belchen, 1.414 m, aus dem Kleinen Wiesental

 

Das Belchensystem

Aufgrund seiner Lage und der symmetrischen Gestalt gehört der Belchen zu den markantesten Schwarzwaldgipfeln. Was viele nicht wissen: In der Region südlicher Oberrhein/Hochrhein existieren noch vier weitere Gipfel mit diesem Namen: die Belchenflue in der Schweiz, Grand und Petit Ballon sowie der Ballon d’Alsace auf der französischen Seite.

Die Namensgebung reicht bis zu den Kelten zurück (»der Strahlende«), die wahrscheinlich die Anordnung der Berggipfel als Sonnenkalender genutzt haben. So stehen sich der 1.414 m hohe Schwarzwälder und der Elsässer Belchen exakt in Ost-West-Richtung gegenüber und markieren auf diese Weise die Äquinoktien, Tag- und Nachtgleiche, also den 21. März und den 23. September..

Schwierigkeit: mittel Höhe: 650 m GPS Datei herunterladen
 Länge: 7,1 km    Dauer: 2,15 h

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Tour 4: Ballon d’Alsace, 1.247 m

 

Skispaß für Profis im Dreiländereck

Der Ballon d’Alsace ist eine markante Erscheinung im Süden der Vogesen, die sich hier zum letzten Mal über die 1200-m-Marke erheben. Auf dem Gipfel treffen sich die Grenzen der Departements Haut-Rhin, Vosges und des Territoire de Belfort, die gleichzeitig die Einzugsgebiete von Mosel, Rhein und Rhone sind.

Im Belchensystem steht der Ballon d’Alsace dem Schwarzwälder Belchen exakt im Westen gegenüber. Die Ostflanke ist es dann auch, die das Interesse von ausgezeichneten Skifahrern an diesem sonst eher uninteressanten Buckel weckt. Das Couloir de la Vierge verspricht anspruchsvolles Gelände und wartet mit fast 40 Grad Neigung auf.

Schwierigkeit: schwer Höhe: 700 m GPS Datei herunterladen
 Länge: 7,7 km    Dauer: 2,45 h

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Tour 5: Vom Münstertal auf den Breitnauer Kopf, 1.121 m

 

Kleines Highlight oberhalb von St. Trudpert

Der Schwarzwald hält so manchen interessanten Orts- und Flurnamen bereit: »Winterhalde« und »Sommerhalde«, »Himmelreich«, »Pfaffenbach« und viele mehr. Und auch das Münstertal selbst verdankt seinen Namen mutmaßlich einer frühen Klostergründung. Bei den Weilern »Hinteres« und »Vorderes Elend« am Breitnauer Kopf mag der Tourist stutzig werden. Schließlich sieht es hier nicht ärmer oder reicher aus als anderswo im Schwarzwald.

Das konnten die Menschen in früheren Jahrhunderten nicht behaupten. Für sie war das Überleben im kargen, nach Norden exponierten Tälchen ein alljährlicher Kampf um die Früchte der Natur. Skifahrer können dagegen von der Nordausrichtung profitieren, denn die Hänge verfügen im Hochwinter oft über guten Pulverschnee, der auf fast 600 Hm genutzt werden will. Eine andere plausible Erklärung für den Ortsnamen »Elend« ist schlicht die Herleitung von »Eiland« für Insel. In der Tat gab es hier frühe Rodungsinseln, als Menschen schon vor Jahrhunderten versuchten, den Schwarzwald urbar zu machen.

Schwierigkeit: leicht Höhe: 580 m  
 Länge: 6,2 km    Dauer: 2 h

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Tour 6: Von Präg zum Hochgescheid, 1.175 m

 

Unterwegs im Präger Gletscherkessel

Der Präger Gletscherkessel ist ein landschaftliches Highlight und ein echtes Schmankerl für alle, die sich für Geografie und Landschaftsgeschichte begeistern können. Während der letzten Eiszeit trafen hier sechs Gletscher aufeinander und bildeten so eine gewaltige Konfluenz, die den Talboden gegenüber seiner Umgebung um bis zu 700 m (!) ausräumten.

Glaziale Formen wie Moränen, Kames oder Trogtäler lassen sich gut erkennen und bilden heute ein ideales Revier für Exkursionen. Im Winter locken die mittelsteilen Wiesenhänge mit kurzweiligen Abfahrten und oft gutem Pulverschnee.

Schwierigkeit: leicht Höhe: 480 m  
 Länge: 6,7 km    Dauer: 1,45 h

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Tour 7: Auf den Hohneck, 1.363 m

 

Beliebte Tour zum dritthöchsten Gipfel der Vogesen

Der Hohneck ist neben dem Grand Ballon das meistbesuchte Gipfelziel in den Vogesen, was der dritthöchste Elsässer in erster Linie der leichten Erreichbarkeit verdankt. Von Westen kann man mit dem Auto bis aufs Gipfelplateau fahren (im Winter gesperrt). Auf der Ostseite verbindet ein Seitenkamm den Hauptgipfel mit dem vorgelagerten Petit Hohneck, der von Gaschney aus durch Lifte erschlossen ist.

Das ganze Jahr hindurch wird man an diesem Berg nur selten allein sein. Chancen auf weniger Touristen hat man am ehesten auf den Südhängen des Petit Hohneck zwischen Sillackerwasen und Col du Schaeferthal, mit genialen Ausblicken zum Lac de Schiessrothried.

Schwierigkeit: leicht
Höhe: 450 m  
 Länge: 5,5 km    Dauer: 1,5 h

Tour 8: Grand Ballon, 1.424 m, von Norden

 

Zum höchsten Berg der Vogesen

Der 1.424 m hohe Grand Ballon (Großer Belchen) ist die unangefochtene Nummer Eins unter den Elsässer Bergen. Wie alle Hochgipfel in den Vogesen und im Schwarzwald verdankt er dies der größeren Hebung im Süden der Gebirge.

Die gleichzeitig einsetzende Erosion hat die erdmittelalterlichen Deckschichten über Jahrmillionen abgetragen und die weichen, runden Formen des Grundgebirges herauspräpariert. Eine Besteigung des Berges ist auch im Winter äußerst populär, sodass man hier nur selten Ruhe erwarten darf. Auf den Grand Ballon führen mehrere Anstiege.

Schwierigkeit: leicht Höhe: 740 m  
 Länge: 11,2 km    Dauer: 2,5 h

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Alle Skitouren stammen aus:
Rother Skitourenführer Schwarzwald – Vogesen
Copyright: Matthias Schopp
Mit freundlicher Genehmigung des Bergverlag Rother

 

 

 

 

Header- und Teaserbild Copyright ©: aluxum, iStock 

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