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Skitourengehen: 5 Techniktipps

Mit unseren Techniktipps zum Skitourengehen, klappt's bei Anfängern gleich doppelt gut. Und Fortgeschrittene lernen vielleicht auch noch was dazu. 

1. Der Grundschritt beim Skitourengehen

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Im Grunde sind die Techniken sehr einfach. Dennoch: Wer zu Beginn falsche Bewegungsmuster einübt, macht sich das Leben unnötig schwer. Zentraler Punkt: Beim Gehen werden die Skier nicht angehoben, sie bleiben stets im Kontakt mit dem Schnee. Man zieht sie sozusagen nach. Das macht die Sache auch weniger anstrengend.

Gerade im flacheren Gelände „schleicht“ man mit großzügigem Schritt und gebeugten Knien bergan. Anfänger sollten zuerst dort versuchen, ihren Rhythmus zu finden. Dann kommt der „Flow“ von alleine. 

2. Gewicht und Stöcke richtig einsetzen

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Wenn Sie Kraft und Energie sparen möchten, sind der richtige Stockeinsatz und die optimale Haltung über dem Ski entscheidend. Der Tourengeher unterstützt über die – etwas länger eingestellten – Stöcke den Aufstieg. Im Grunde ist es wie normales Laufen mit Stöcken: gegenläufig zur Beinbewegung, die Arme etwa im 90-Grad-Winkel und den Stock nicht zu weit vorne einsetzen.

Wird’s steiler, helfen die Stöcke, um nicht nach hinten wegzurutschen. Um die Hangneigung auszugleichen, fassen Sie den bergseitigen Stock etwas tiefer, den Talstock eher von oben. Wichtig ist die Gewichtsverteilung. Der Schwerpunkt ist zentral über dem „Standski“. So rutschen Sie auch im steileren Gelände weniger zurück. 

3. Richtung ändern: Bogen gehen

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Rutscht einem trotz eigentlich guter Technik der Ski immer häufiger nach hinten weg, ist die Linie zu steil. Eine Gerade ist die kürzeste Entfernung von A nach B. Aber wenn Sie harmonisch den Geländeformationen folgen, kommen Sie oben nicht atemlos an. Dabei hilft die scheinbar banale Taktik, Bögen zu gehen. Geübte Skibergsteiger erspähen schnell die entspannteste Route.

Zudem ist so eine Spur, bei der man steileren Passagen ausweicht, in der Regel auch sicherer. Wollen Sie im mittelsteilen Gelände die Richtung ändern (Waldrand, Felsabbruch, Gletscherspalte), gelingt der Turn mit ein paar Umsetz-Schritten zügig. Achten Sie darauf, dass die Skispitze nicht unter die Schneedecke kommt. 

4. Richtung ändern: Spitzkehre

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Trotz vorausschauender Spurenplanung können Sie schon mal Gelände erreichen, wo die Bogen-Technik ans Ende kommt. Dann ist die Spitzkehre unumgänglich. Dazu legen Sie am Ende der Querung hangparallel eine flache Stelle an, die Sie mit ein paar Tritten verfestigen. Dann den Oberkörper zum Hang drehen und Stöcke einsetzen. Den – bis dahin – talseitigen Stock relativ weit oberhalb platzieren. Den bergseitigen Stock neben der Hüfte nach hinten führen, in den Schnee rammen und sich so gegen den Sturz nach hinten sichern.

Nun das Gewicht auf den Talski geben, dann den Bergski um rund 130 Grad umsetzen, sozusagen scheibenwischermäßig. Dann den Talski, sobald das Gewicht auf den Bergski verlagert ist, durch Anheben der Ferse in die neue Richtung drehen. Wichtig bei dem Manöver ist das Nacheinander der Bewegung von Armen und Beinen: Stützen Sie sich stets sicher auf drei Punkten ab! 

5. Kräfte schonen und Pausen machen

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Neben einer kräfteschonenden Technik für den Aufstieg empfehlen sich für Skitouren gut gewählte Pausen. Kürzere Rasten, um etwas zu trinken, sollten häufiger sein. So wie es die Faustregel gibt, dass man etwa 300 Höhenmeter pro Stunde schafft, ist alle halbe Stunde ein Schluck aus der Pulle sinnvoll. Wird es zu warm, stecken Sie eine Bekleidungsschicht in den Rucksack. Wichtig: Halten Sie die Pausen kurz, damit der „Motor“ nicht auskühlt.

Bei längerer Rast eine wärmere Hülle aus dem Rucksack anziehen. Die in der Regel längste Pause ist die Gipfelrast. Wobei das nicht heißt: Zum Umziehen direkt am windigen Gipfelkreuz posieren, sondern einen wind- und absturzsicheren Platz (Pinkelpause) finden. Und der darf gerne auch in der Sonne liegen. 

     

Thema im Überblick:

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